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Nordheimer Schüler nahmen am meisten ein

15.03.2011 - 12:00:00

Nordheimer Schüler nahmen am meisten ein

Regierungspräsident zeichnet die fleißigsten Sammler für das Schullandheimwerk aus

In feierlichem Rahmen wurden an diesem Dienstag in Nordheim Schulen aus dem gesamten Regierungsbezirk für ihr erfolgreiches Sammeln für das Schullandheimwerk Unterfranken (SWU) geehrt. Die gastgebende Volksschule erzielte dabei gar das beste Ergebnis aller teilnehmenden Bildungsstätten, lobte Regierungspräsident Paul Beinhofer. Das Sammelergebnis kommt den acht Schullandheimen in Unterfranken, davon mit Rappershausen, Bauersberg und der Thüringer Hütte dreien in Rhön-Grabfeld, zu Gute.

Begrüßt wurden die zahlreichen Ehrengäste, Lehrer, Eltern und Schüler vom Nordheimer Schulrektor Egon Bauß, der zu Beginn feststellte, dass die so erfolgreiche Sammlung im März 2010 noch unter die Amtszeit seines Vorgängers, Hermann Leicht, gefallen sei. Trotzdem freute er sich, dass mit der Volksschule Nordheim „eine der kleinsten Schulen in Unterfranken“ das beste Sammelergebnis erzielen konnte, und stellte fest: „Ihr Nordheimer könnt stolz auf euch sein!“

Der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde, Roberto Breunig, war stolz, dass man „unser kleines Dorf für die Ausrichtung dieser Feierstunde ausgesucht“ hat. Schullandheimaufenthalte stellen immer einen Höhepunkt in der Schulzeit dar, erinnerte er sich und merkte an die Schüler gewandt an, dass die Instandhaltung der Einrichtungen „nicht zuletzt eurem Einsatz zu verdanken“ sei. Durch die Sammlung und auch die Spendenbereitschaft gehe ein Signal aus, dass man sich für den Fortbestand der Schullandheime ausspreche, so Breunig.
Pädagogisch wertvoll

Die Festrede der Veranstaltung und die Präsentation der Ergebnisse übernahm der unterfränkische Regierungspräsident Paul Beinhofer. Er hob den pädagogischen Wert hervor, den Schullandheimaufenthalte für die Ausbildung und Entwicklung der Schüler haben. Fachliches werde in einem interessanten Umfeld gelehrt und im sozialen Bereich könne jeder in der Gruppe seine Position finden. „Man merkt: Gemeinsam können wir etwas, und: Gemeinsam können wir alles besser“, so der Regierungspräsident. Daher war er erfreut, dass sich im Jahr 2010 wieder 43 Prozent der unterfränkischen Schulen an der Sammelaktion für das SWU beteiligt haben. Insgesamt haben die Schüler 84 417,72 Euro zusammengetragen.

Die fleißigsten Sammler waren die Schüler der Volksschule Nordheim, die im Schnitt 8,83 Euro pro Schüler an Spenden erzielt haben. Aber auch die Theresia-Gerhardinger-Volksschule aus Grafenrheinfeld und die Karl-Benz-Volksschule aus Weibersbrunn erzielten gute Ergebnisse und teilten sich mit 8,07 Euro pro Schüler den zweiten Platz. Die besten Sammelergebnisse im Bereich der Förderschulen erzielte die Carl-Sonnenschein-Schule in Schweinfurt, im Bereich der Realschulen die Ludwig-Derleth-Realschule in Gerolzhofen und im Bereich der Gymnasien das Friedrich-List-Gymnasium in Gemünden.

Zusätzlich wurden auch die Zweit- und Drittplatzierten im Landkreis Rhön-Grabfeld geehrt. Dies waren die Volksschule Besengau in Bastheim, mit 7,64 Euro pro Schüler und die Grundschule Ostheim mit 6,65 Euro. Alle Schulen erhielten eine Urkunde, die drei Bestplatzierten zusätzlich einen Gutschein über 50 Euro.

Beinhofer erklärte im Anschluss, wofür das gesammelte Geld eingesetzt werden soll. Dem Schullandheim Hobbach kommen 8000 Euro für den Bau einer Wasserkraftanlage zu Gute, im Schullandheim Leinach wird der Bau eines Klimapfads mit 3500 Euro bezuschusst.
Neues Lehrmaterial anschaffen

Für die Anschaffung von pädagogischen Materialien an allen acht Schullandheimen werden 24 000 Euro zur Verfügung gestellt. Einige tausend Euro werden für Zuschüsse von Klassenfahrten bereitgestellt, der Rest und somit ein erheblicher Teil wird für das Großprojekt des Schullandheims Bauersberg gespart, das gemeinsam mit der Universität Würzburg im Bereich Geografie und Geologie zusammenarbeitet.

Rudolf Gampl, der Vorsitzende des Schullandheimwerks, nannte als Motto der unterfränkischen Schullandheime: „Kurze Anfahrt, niedrige Kosten, lehrplanorientierte Angebote, interessanter Unterricht.“ Diesem Schema folgend, bietet jedes der unterfränkischen Schullandheime einen Schwerpunktbereich. Als Beispiele nannte er die Einrichtungen Rappershausen, wo Radsport und Ernährung im Mittelpunkt stehen, die Thüringer Hütte (alternative Energien) und Bauersberg (Geografie, Geologie, Sternkunde). Die niedrigen Kosten für den Aufenthalt von im Schnitt knapp über 20 Euro pro Schüler und Tag werden durch die Bezuschussung von Schullandheimträgern und Staat gewährleistet. Diese sorgen auch dafür, dass bei den jährlichen Sammelaktionen jeder gespendete Euro vervierfacht wird. Daher hoffe er auch bei den diesjährigen Sammlungen, die am kommenden Montag beginnen und eine Woche andauern werden, auf tatkräftige Unterstützung. „Im Team sind wir stark und erreichen unsere Ziele“, so sein Fazit.

Umrahmt wurde die Veranstaltung durch musikalische und tänzerische Einlagen der Nordheimer Grundschüler. So wurden unter anderem das „Kreuzberglied“ gesungen und „Der Schlamperer“ aufgeführt.

Quelle:

Mainpost
Ausgabe vom 15.03.2011

Die fleißigsten Schulen im Landkreis Rhön-Grabfeld beim Sammeln für das Schullandheimwerk Unterfranken wurden am Dienstag geehrt. Im Bild die ausgezeichneten Schüler mit (hintere Reihe von links) Roberto Breunig, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Nordheim, Egon Bauß, Rektor der Grundschule Nordheim, die das beste Ergebnis in ganz Unterfranken erzielte, Erich Schmitt, Rektor der Grundschule Ostheim, Regierungspräsident Paul Beinhofer, Brigitte Rösch, Rektorin der Volksschule Besengau, Irene Baumeister, Ansprechpartnerin des Schullandheimwerks für den Schulamtsbezirk Rhön-Grabfeld sowie Rudolf Gampl, Vorsitzender des SWU.

Foto: R. Rautenberg

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