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Kinder sammeln für das Schullandheimwerk

06.03.2012 - 12:00:00

Kinder sammeln für Schullandheimwerk

Schweinfurter Kinder sammelten über 6.000 Euro für das Schullandheimwerk.

„Eine Woche ohne Stundenplan, nur große Pause...“, sangen die Viertklässler der Gartenstadt-Grundschule bei der Feierstunde zu Ehren der Sammlungsbesten 2011 für das Schullandheimwerk. Und auch wenn der Liedtext nicht die ganze Wahrheit wiedergibt, weil bei Schullandheim-Aufenthalten freilich auch Unterrichtsstunden eingebunden sind, so deutet er doch an, welches Erlebnis von „großer Freiheit“ die Kinder von den einwöchigen Klassenreisen mit nach Hause nehmen.

Acht Schullandheime gibt es im Bezirk Unterfranken, inhaltlich unterschiedlich ausgerichtet, mit Schwerpunkten wie Spiritualität (Thüringer Hütte), Radsport (Rappershausen) oder auch Waldwirtschaft (Reichmannshausen). Die Stadt Schweinfurt betreibt auf dem Bauersberg bei Bischofsheim ebenfalls eine derartige Einrichtung, in der die Themen Geologie und Geografie sowie neuerdings auch „Wasserschule“ ganz oben auf der Liste stehen. Das mittlerweile in die Jahre gekommene Haus hatte zuletzt an Beliebtheit vor allem in der Lehrerschaft stark eingebüßt – doch das soll sich wieder ändern.

„Wir haben kräftig renoviert und ich würde mich freuen, wenn die Belegungsquote durch unsere Schulen von zuletzt 18,8 Prozent wieder steigt“, betonte Oberbürgermeister Sebastian Remelé bei der Feierstunde. Er liste die Verbesserungen auf: In die Lehrerzimmer wurden acht Nasszellen eingebaut, in zwei Zimmern Altmöbel saniert und Wände neu gestrichen, angeschafft hat man einen Klassensatz Schneeschuhe für das Projekt Winterwandern, zwölf GPS-Geräte für das Protekt Geocoaching und auch zwei Klassensätze neuer Bettwäsche. Kurzum: „Der Bauersberg wird ab diesem Frühjahr wieder attraktiver sein“, so Remelé.

Über 150 000 Euro hat die Stadt Schweinfurt als Träger in das Haus investiert, wobei ein – wenn auch kleiner – Teil des Geldes eben auch aus den alljährlichen Schullandheimsammlungen stammt. Womit der Kreis zur Feierstunde geschlossen war: 6.023 Euro sammelten Schweinfurts Grundschüler im vergangenen Jahr für das Schullandheimwerk, meist zuhause bei den Eltern oder im Verwandten- und Bekanntenkreis. Am eifrigsten waren die Gartenstadt-Grundschüler mit 6,16 Euro „pro Nase“, gefolgt von den Schiller-Grundschülern (4,51 Euro) und den Primanern der Auenschule (4,16 Euro). Sie wurden mit Urkunden ausgezeichnet und einem kleinen Zuschuss für den nächsten Schullandheimbesuch. Eine Sonderehrung gab es für die Kinder der Carl-Sonnenschein-Schule, die als beste Förderschule im Stadtgebiet ausgezeichnet wurden – zumindest, was ihr Sammelergebnis anbelangt.

Sebastian Remelé erinnerte sich noch an seine Schullandheimaufenthalte, bezeichnete sie als „unvergessliche Gemeinschaftserlebnisse“. Er bedauerte, dass es unter immer mehr Eltern Vorbehalte gegen solche Klassenfahrten gebe – „sei es, wegen der Unterkunft, oder wegen der Verpflegung.“ Er dankte den anwesenden Lehrern für die Überzeugungsarbeit, die sie bei den Schülereltern leisteten, um den Kindern Schullandheimaufenthalte zu ermöglichen. Denn die – das scheint klar – freuen sich über die aufregende, gemeinsame Woche. Frei nach dem Motto, aus dem eingangs erwähnten Lied der Gartenstadt-Viertklässler: „Unsere Schule bleibt am Fleck, aber wir fahren weg...“

Quelle:
Schweinfurter Tagblatt
Ausgabe vom 06.03.2012

Die fleißigen Schullandheimsammler und ihre Pädagogen: 6.023 Euro trugen die Kinder in 2011 für das Schullandheimwerk zusammen. Die Eifrigsten unter ihnen wurden nun ausgezeichnet durch (hinten von links) OB Sebastian Remelé, Auengrundschul-Rektorin Ulrike Göbel (3. von links), Pia Löhlein (Carl-Sonnenschein-Schule), Ulrike Hieronymus (Rektorin Gartenstadtschule), Klaus Grübel (Schullandheimbeauftragter Schweinfurt Stadt), Jutta Knötig (Rektorin Schillerschule), Steffen Braum (stellvertretender Vorsitzender Schullandheimwerk Unterfranken) und Schulamtsdirektor Jürgen Eusemann.

Foto: Holger Laschka

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