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06.10.2007 - 12:00:00
13. Symposium
am 05. / 06.10.2007
im Schullandheim Hobbach
Faszination der Geräusche und des gesprochenen Wortes
„Die Bereitschaft und auch die Fähigkeit des Zuhörens hat in den letzten zehn Jahren spürbar nachgelassen“. Ausgehend von dieser Tatsache umriss Marion Glück-Levi von der Stiftung Zuhören des Bayerischen Rundfunks das Ziel der Stiftung, das Zuhören als kulturelle Grundfertigkeit zu fördern, da es als Schlüsselqualifikation in viele Bereiche wirke.
In Zusammenarbeit stellte die Stiftung mit verschiedenen Landesmedienanstalten, Rundfunkanstalten und der Firma Sennheiser Projekte zusammen, in denen Kinder spielerisch an das Zuhören herangeführt werden.
Die Teilnehmer des Symposiums hatten die Möglichkeit, sich in vier Arbeitskreisen intensiv und praktisch sich mit verschiedenen Zugangsformen dem Thema „Zuhören und erzählen lernen“ zu nähern.
„Hörclubs“ in der Grund-, Haupt- und Förderschule
Daniela Arnu stellte das Konzept der Hörclubs vor, mit dem Kinder in Kindergarten und Grundschule für das aufmerksame Zuhören sensibilisiert werden sollen. Dies geschieht durch Anhören von Hörspielen, eigenes Gestalten von Hörstücken und Aktivitäten rund um das Thema Zuhören, z.B. Bilder mit Geräuschen beschreiben, Geräusche aus der Umwelt sammeln, Geräuschrätsel u.a. Dabei entwickeln die Kinder quasi nebenher Sprache, Sozialkompetenz und Kreativität.
Erzählen und zuhören
Das Erzählen sollte wieder besser in die Schule integriert werden. Martin Ellrodt fesselte die Symposiumsteilnehmer mit spannend vorgetragenen Geschichten, denen im Wesentlichen nur kleine Erzählkerne zugrunde liegen. Damit demonstrierte er die Kraft des gesprochenen Wortes und des wirkungsvollen Erzählens, durch die konzentriertes und gekonntes Zuhören gefördert wird.
Die methodische Herangehensweise, aus einzelnen Stichpunkten, wenigen Aussagesätzen oder gar anhand einzelner Gegenstände Geschichten zu entwickeln, wurde in einem Workshop von den Teilnehmern erfolgreich erprobt.
Arbeit an der eigenen Stimme
Die gelernte Schauspielerin und erfahrene Theaterpädagogin Anja Herdemerten vermittelte in ihren Übungen einen Einblick in die Kraft der eigenen Stimme und machte die Notwendigkeit bewusst, mit der Stimme verantwortlich umzugehen. Atmung, Aussprache, Tonfall, Akzentuierung, Lautstärke, Gestik, Mimik... viele Facetten der Stimme unterstützen die Kommunikation. Der gezielte Einsatz dieses Repertoires bereichert einen lebendigen Unterricht und erhöht die Aufmerksamkeit.
Gestaltung einer Rundfunksendung
Nach einer theoretischen Einführung und kurzer Probierphase durch Elke Dillmann, freie Mitarbeiterin beim Bayerischen Rundfunk, wurden die Teilnehmer als Radioreporter ausgeschickt. Wie in der Schule sollten sie recherchieren, formulieren, überzeugend und lösungsorientiert ihre Ergebnisse diskutieren und zu einer Reportage zusammen schneiden. Dazu wurden Mikrophone, Aufnahmegeräte und Laptops mit der leicht zu bedienenden Software (von magix.com kostenlos für Schulen) zur Verfügung gestellt.
Im Rahmen des Symposiums verabschiedete Rudolf Gampl zwei verdiente Vorstandsmitglieder aus ihrem Amt. In einer kurzen Bildpräsentation würdigte er rückblickend die Verdienste von Wolfgang Specht (2. von rechts) und Erwin Memmel (rechts), die in den letzten 23 Jahren ehrenamtlicher Arbeit für das SWU und Hobbach maßgeblich wirkten.
Ihre beiden Amtsnachfolger wurden in einer Übergangszeit schon mit ihren Aufgaben vertraut gemacht: Matthias Galmbacher (links) und Steffen Braum (2. von links).