Suche nach einem verschwundenen Dorf

Verlauf:

Schullandheim – Hobbach – Eichelsbach – Sommerau – Unteraulenbach – Hobbach – Schullandheim

Länge: 14 km, 5 Stunden

Markierungen:

Kleine Holzwegweiser zusammen mit einem grün-blauen Täfelchen, das die Beschriftung “Eb“ trägt bis Eichelsbach, dann bis Sommerau mit dem roten Schrägbalken auf weißem Grund.

Tourenbeschreibung:

Wir wandern hinunter nach Hobbach und überqueren die Elsavastraße erst am “Morgengarten“. Wir finden dorthin, wenn wir am Wasserwerk von der Dorfstaße rechts abbiegen. “Am Morgengarten“ treffen wir schon unsere Markierung, die wir uns gut einprägen. Durch das “Rübenloch“ steigen wir zügig auf einem Schotterweg bergan. Serpentinen versuchen, unsere Orientierung zu stören. Deshalb suchen wir nach der ersten Wegkreuzung erst unser Wanderzeichen! Der Anstieg wird nach einer weiteren Kehre sanfter und gerade. Von einem Wegdreieck aus sehen wir vor uns einen Bildstock. Hier geht es geradeaus weiter leicht abwärts, aber erst, wenn wir die Inschriftreste des Bildstocks buchstabiert haben! (JOHA S SCHOL 1705). Gegenüber des Bildstocks sitzt ein Grenzstein mit dem Wappen der Ingelheim-Echter zu Mespelbrunn. Bis hierher erstrecken sich deren Waldungen! Achtung! Nach 150 m biegt unsere Route vom Schotterweg links hinab in den Kinzbachgrund. Im Talgrund rasten wir am Hochkreuz, das 1881 den Vierzehn Nothelfern geweiht worden ist. Da sich hier grundaufwärts das Pestdorf Kinzbach befunden haben muss, ist beste Gelegenheit, die Sage vom Kinzbachfrauchen zu erzählen. (Siehe Anm.!) Wir verlassen den schaurig schönen Flecken bergaufwärts Richtung Eichelsbach, nachdem wir hinter dem Kreuz einen geschotterten Forstweg überquert haben. In Eichelsbach wenden wir uns am Feuerwehrhaus nach links und gehen an der Kirche geradeaus weiter bis zu einem historischen Wegweiser und einem Marienbild. Jetzt sind wir auf dem Weg, der markiert mit dem “roten Schrägbalken“ nach Sommerau führt. Dazu müssen wir dreimal links abbiegen: Zuerst am Marienbild, dann am Heinebild, einem Sandsteinbildstock rechter Hand, und dann noch einmal an einem Gebetshäuschen mit einer Pieta. Dann kommen wir auf einen endlos geraden Flurbereinigungsweg, der erst an einem Aussiedlerhof nach links abbiegt und sich nach Sommerau hinuntersenkt.

In Sommerau gehen wir die Hauptstraße nach links, verlassen das Dorf auf einem Fußweg rechts der Straße nach Hobbach. So kommen wir an die Hesselsmühle, wo wir am besten den Talgrund queren und jenseits auf einer ruhigen Straße über Unteraulenbach nach Hobbach zurückfinden. Im Frühjahr, wenn das Gras noch niedrig ist, und die Wege halbwegs trocken sind, kann man sich auch Wege entlang der Elsava nach Hobbach suchen.

Wissenswertes:

Bei dem sagenumwobenen Hochkreuz, das an der Kreuzung der alten Wege zwischen Sommerau und Roßbach und von Eichelsbach nach Hobbach steht, ist in etwa die Stelle, an der das Dorf Kinzbach stand, bis seine Einwohner 1666 von der Pest hinweggerafft wurden.

Ab Eichelsbach herrliche Aussicht auf das ganze mittlere Elsavatal.

Anmerkungen:

Zum Kinzbachfrauchen siehe “Der Höllenturm“ von Paul Schreck und Karl-Heinz Bachmann, Hrsg.: Heimat- und Geschichtsverein Heimbuchenthal e. V., S. 46 f

Zur Hesselsmühle ebd. S. 83 ff.

Zum Hochkreuz die Spessartsagen von Pfeifer.

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