In das Reich der Echter u. Ingelheimer von Mespelbrunn

Verlauf:

Schullandheim – Höllhammer – Heimathenhof – Volkersbrunn – Schloss Mespelbrunn – Heimbuchenthal – Höllhammer – Schullandheim

Länge: 16 km, 5 Stunden (ohne Schlossbesichtigung)

Markierungen:

Rotes Andreaskreuz bis Neuhammer
Rotes Kreuz bis Volkersbrunn
Roter Schrägbalken bis Mespelbrunn

Tourenbeschreibung:

Vom Schullandheim aus wandern wir auf dem Bahndamm der ehemaligen Elsavatalbahn talaufwärts und überqueren bei Neuhammer die Straße, die in das Dammbachtal geht. Vorbei am Gelände eines Sägewerkes, hier stand früher auch ein Eisenhammer, gelangen wir zu den Mauern des Höllhammers. Zwei Gebäude sind ständig bewohnt. Der Wanderweg verläuft entlang der Außenmauer zur Hauptstraße, die wir hier sehr vorsichtig überqueren müssen. Gleich nach Eintritt in das sogenannte Hölltal, an einem Amphibienschutzgebietes vorbei, biegen wir nach 40 m rechts und anschließend nach

50 m wieder links ab, um auf den steilen Trampelpfad zu kommen. Bald wird der Weg flacher und ändert sich hin zur Lärchenallee, dann kommen wir zwischen Äckern und Viehweiden des Heimathenhofes aus dem Wald. In den Gaststätten sind Schüler willkommen. An der Kapelle vorbei verlassen wir den Hof und halten uns gleich rechts. Auf diesem Weg kommen wir an die Straße von Heimbuchenthal nach Volkersbrunn, den “Pass“ zwischen Elsavatal und Leidersbacher Tal. Volkersbrunn lassen wir links liegen. Nach dem Überqueren der Straße kommen wir an eine Waldkapelle, an der wir rechts vorbeigehen. Jetzt muss man sehr aufmerksam auf das Markierungszeichen achten (roter Schrägbalken) und diesem stur folgen. So gelangt man nach einigem Anstieg an den sogenannten “Dreimärker“, einem Grenzstein, an dem drei Gemarkungen zusammentreffen (Stadt Aschaffenburg A, Volkersbrunn V und Ingelheim Echter mit Wappen). Ob er zur Zeit richtig sitzt, mag bezweifelt werden! Auch von hier geht es streng dem Markierungszeichen nach! Bald schwenkt unser Weg leicht nach rechts und senkt sich dann immer steiler den Hang hinab, um uns “im Gründchen“ auf die Hauptstraße von Mespelbrunn zu entlassen. Wir gehen etwa 150 m rechts entlang der Hauptstraße und biegen nach links in die Schlossallee ein, an deren Ende das berühmte Wasserschloss auftaucht. Den Rückweg nehmen wir auf der anderen Talseite, parallel zur Schlossallee bis zur Gruftkapelle der Grafen von Ingelheim. Leider macht der kleine Friedhof keinen besonders adligen Eindruck. Von der Kapelle steigen wir ab und überqueren die Hauptstraße und den Bach. Der große Parkplatz endet talabwärts in einem Wanderweg, auf dem wir nach Heimbuchenthal gelangen, wenn wir uns immer links halten und nicht den Berg hinaufsteigen. In Heimbuchenthal verläuft im Talgrund ein schöner Spazierweg, der uns bis zum Höllhammer zurückbringt. Von da finden wir den Rückweg zum Schullandheim in der umgekehrten Richtung.

Wissenswertes:

Höllhammer, Ruine eines bis 1891 betriebenen Hammerwerkes, vor 1700 ein Echter-Ingelheimisches Ökonomiegut “Höllenhof“, vor 1665 gab es etwas oberhalb ein burgstallähnliches Schloss “Mulen“ aus dem 12. Jahrhundert (siehe Anm.!)

Heimathenhof, ab dem 14. Jahrhundert als Hofgut bekannt, ab 1415 im Besitz der Echter, dann Ingelheimer von Mespelbrunn. Ab 1859 in Privatbesitz. Über dem Hauptgebäudeportal ein Ehewappen Echter / Frankenstein der “Clara Echterin geb. von Frankenstein 1583“. Kapelle Mariä Heimsuchung.

Schloss Mespelbrunn, Pflichtprogramm jedes Spessartbesuchers.

Anmerkungen:

Sowohl zum Höllhammer, als auch zum Heimathenhof findet man ausführliche Informationen im “Heimbuchenthaler Geschichtsbuch 1282 – 1982“, Hrsg. Vom Heimat- und Gschichtsverein Heimbuchenthal, 1982.

Zum Schloss Mespelbrunn siehe “Kunstdenkmäler von Bayern“ Band XXIV, Bezirksamt Aschaffenburg.

An die Wanderungen anschließen könnte sich auch ein Besuch im Hallenbad von Mespelbrunn, anschließend Heimfahrt im Linienbus bis Haltestelle Neuhammer.

Zurück