Modul 3: Wasserkreislauf

4.3. Modul Wasserkreislauf

Das gesamte Wasser der Erde ist Teil eines gigantischen, immerwährenden Kreislaufs. Unablässig lässt die Kraft der Sonne um uns herum riesige Wassermassen aufsteigen. Sie werden zu Wolken und regnen wieder herab. Über und unter der Erde fließen Wasserströme als Bäche und Grundwasser zum Main und schließlich ins Meer.

Den Schülern soll in diesem Modul der Wasserkreislauf bewusst gemacht werden. Teile des Wasserkreislaufs begegnen ihnen täglich, hier können viele Alltagserfahrungen aufgenommen werden. Das Grundwasser ist ein wichtiger, jedoch weitgehend unbekannter Teil des Wasserkreislaufs. Daher werden zu diesem Thema besonders zahlreiche Materialien zur Verfügung gestellt.

Durchführende:
Lehrkräfte (nach Einführung durch Personal des Schullandheims)

Hintergrundinformation:
Lehrerhandreichung

6/2 (Wasserkreislauf),
6/7 (Niederschlag),
6/15-6/16 (Grundwasser),
7/4 (Fließgewässer und Grundwasser stehen in Verbindung)

Magnettafel "Der Wasserkreislauf"
Zunächst wird an der Magnettafel „Der Wasserkreislauf“ das Prinzip des Wasserkreislaufs erläutert. Danach wird die Klasse geteilt: Die Hälfte (Gruppe A) erhält Gelegenheit, verschiedene Modelle des Wasserkreislaufs zu bauen, die andere Hälfte (Gruppe B) beschäftigt sich zunächst mit verschiedenen Elementen des Wasserkreislaufs (Niederschlag, Grundwasser). Nach der Hälfte der Zeit wird gewechselt.

Hinweis zur Magnettafel: „Der Wasserkreislauf“
In die Illustration eines Landschaftsausschnittes kann mit blauen Pfeilen der Wasserkreislauf eingefügt werden.

Schüler-Gruppe A: Modelle des Wasserkreislaufs

Modelle des Wasserkreislaufs
Die Schüler erhalten Gelegenheit, verschiedene Modelle des Wasserkreislaufs zu bauen oder Bilder des Wasserkreislaufs zu gestalten. Anleitungen und Materialien werden vom Schullandheim bereitgestellt.

Schüler-Gruppe B: Elemente des Wasserkreislaufs

Wetterstation
Ort: Wetterhütte vor dem Wasserschulen-Praxisraum

Die Geräte der Wetterstation, ihre Funktionsweise und die Bedeutung der gemessenen Werte werden erläutert.

Liste der zur Verfügung stehenden Geräte:

  • Luftdruck-Messgerät
  • Feuchtigkeits-Anzeiger
  • Windmesser
  • Temperaturmesser (min/max)
  • Niederschlagsmesser
  • Bewölkungsgrad-Messer

Magnettafel Niederschlagsverteilung (Bayern und Unterfranken)
An einer Niederschlagskarte von Bayern und einer Niederschlagskarte von Unterfranken wird die Problematik der geringen Niederschläge in großen Teilen Unterfrankens erklärt. Die Karten sind in Regierungsbezirke (Bayern) bzw. Naturräume (Unterfranken) aufgetrennt und müssen an der Magnettafel richtig zusammengesetzt werden.

Regenwassernutzung
Ort: Garten (hinter dem Gemeinschaftshaus)
Die Nutzung von Dachablaufwasser zur Gartenbewässerung hat einen zweifachen Nutzen: Zum einen wird das Regenwasser nicht in die Kanalisation eingeleitet. Dadurch wird die Kläranlage entlastet und die Grundwasservorräte werden wieder aufgefüllt. Zum anderen wird kostbares und mit Energieaufwand transportiertes und aufbereitetes Trinkwasser gespart.

Versickerungsexperiment             
Ort: an der Wetterhütte

Die gleiche Menge Wasser wird auf drei unterschiedliche Bodenoberflächen gegossen (Natürlicher Boden, Kies, Asphalt). Dabei wird deutlich, wie sich der oberirdische Abfluss und die Versickerung jeweils unterscheiden und welche nachteiligen Folgen die Bodenversiegelung hat.

Grundwasser
Ort: Haus Lahr, Tischtennisraum

Fließgewässer und Grundwasser sind verbunden – das heißt, dass auch im Bereich des Schullandheims Hobbach das Grundwasser so hoch wie die Wasseroberfläche der Elsava steht. Gräbt man hier ein Loch in den Boden, stößt man unmittelbar auf das Grundwasser. Das Haus Lahr ist aus diesem Grunde nicht unterkellert. Wenn man eine Metallplatte, die im Boden des Tischtennisraums eingelassen ist, hochhebt, kann man in dem darunterliegenden Schacht das Grundwasser stehen sehen.

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