3.4 Modul Wasserversorgung / Grundwasserschutz

3.4. Modul Wasserversorgung und Grundwasserschutz

Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nr. 1 – es kann durch nichts anderes ersetzt werden. „Leitungswasser“ hat in Zeiten von Cola und isotonischen Getränken keinen hohen Stellenwert. Trinkwasser ist jedoch unser am strengsten kontrolliertes Lebensmittel und durchaus zum Trinken da – und häufiges Trinken ist immens wichtig für unsere Gesundheit und Leistungsfähigkeit!

Jeder von uns verbraucht 120 Liter Trinkwasser pro Tag. Wofür wird diese beachtliche Menge Wasser gebraucht und welche Möglichkeiten gibt es, Wasser zu sparen?

Fast unser gesamtes Trinkwasser wird aus dem Grundwasser gewonnen. Dieses Grundwasser kann jedoch leicht auf unterschiedliche Weise verschmutzt werden. In dem Teil „Grundwasserschutz“ wird erklärt, welche Gefahren dem Grundwasser drohen und wie sie vermieden werden können.

Durchführende:
Lehrkräfte (nach Einführung durch Personal des Schullandheims)

Hintergrundinformation:
Lehrerhandreichung
4/3, 4/7 (Wasserversorgung),
4/12 (Trinkwasser als Lebensmittel Nr. 1)

Wasserfibel S. 32 - 39

Magnettafel "Der Weg des Trinkwassers"

Anhand einer Magnettafel lässt sich der Weg des Trinkwassers von der Versickerung im Boden über den Trinkwasserbrunnen bis zur Trinkwassernutzung im Haushalt sehr anschaulich darstellen.

Wasserwanderung: Quelle - Wasserwerk - Kläranlage

Die Wanderung von der Quelle über das Wasserwerk bzw. den Hochbehälter bis zur Kläranlage schafft auf drei Etappen eine Verbindung zwischen den Modulen "Wasserversorgung und Grundwasserschutz" und "Abwasserentsorgung".

Anhand der jeweiligen Stationen wird den Schülern im Gelände der Weg des Trinkassers und des Abwassers von der Quelle über das Wasserwerk und die Verbraucher bis hin zur Kläranlage anschaulich vermittelt. Je nach Interesse können die Stationen einzeln oder im Verbund besucht werden.

Schautafeln vor Ort erläutern die entsprechenden Funktionen und schaffen einen Überblick über den thematischen Gesamtzusammenhang. Der Wasserwart von Bischofsheim begleitet Sie auf Anfrage gerne, ebenso kann der Klärwart eine kleine Führung durch die Anlage veranstalten.
Bitte melden Sie sich rechtzeitig an, wir stellen gerne einen Kontakt für Sie her.

Modell "Die Hauswasserversorgung"

Im Anschluss an die Wasserwanderung können Sie im Schullandheim anhand des Modells "Hauswasserversorgung" den Weg des Trinkwassers von der Quelle bis zur Versorgung eines Haushalts nachbereiten. Mit dem Modell können drei verschiedene Versuche durchgeführt werden:

  • Der Brunnen versorgt das Haus direkt
  • Versorgung über einen Hochbehälter
  • Trinkwasserversorgung im Dauerbetrieb

Im Ordner der Wasserschule Bauersberg finden Sie die dazugehörigen Arbeitsblätter.

Magnettafel "Wasserverbrauchsspiel"

Die Magnettafel "Wie viel Wasser brauchen wir täglich?" eignet sich hervorragend zur Erläuterung des täglichen Wasserverbrauchs. Die magnetischen Tropfen müssen den acht verschiedenen Gebrauchsarten zugeordnet werden. Von den ca. 120 Litern Trinkwasser werden tatsächlich lediglich 3 Liter zum Kochen und Trinken verwendet.

Wasserverbrauchsspiel

Beim Wasserverbrauchsspiel werden 24 leere 5 Liter-Eimer und Tafeln mit den Abbildungen „Duschen und Baden“, „Autowäsche“, „Toilettenspülung“, „Wäsche waschen“, „Geschirr spülen“, „Putzen“, „Blumen gießen“ sowie „Trinken und Kochen“ zur Verfügung gestellt. Die Kinder sollen nun die Eimer mit Wasser aus den Hähnen vor dem Wasserraum füllen (120 Liter entsprechen dem täglichen Wasserverbrauch eines Unterfranken) und jeder der Tätigkeiten die entsprechende pro Tag verbrauchte Wassermenge zuordnen. Durch das mühsame Abfüllen und Transportieren des Wassers wird die Darstellung des täglichen Wasserverbrauchs besonders eindrucksvoll.

Auflösung:

- Baden/Duschen: 43 Liter
- Toilettenspülung: 39 Liter
- Wäsche waschen:14 Liter
- Geschirr spülen:7 Liter
- Garten bewässern: 5 Liter
- Putzen:5 Liter
- Kochen / Trinken:2 Liter
- Autowäsche: 2 Liter
- Sonstiges: 3 Liter

"Hände-Wasch-Spiel":

Auch der Gebrauch von geringen Mengen Wasser kann effizient sein. Um den Schülern zu verdeutlichen, wie mit einfachen technischen Mitteln Wasser im täglichen Umgang gespart werden kann, wird das "Hände-Wasch-Spiel" durchgeführt.

Von den drei Wasserhähnen vor dem Wasserraum ist einer mit einem Perlator und einer mit einem Durchflussbegrenzer ausgerüstet, ein Wasserhahn hat keine Sparamatur. Ein Kind soll sich an jedem der drei Hähne gleich lange die Hände waschen. An den montierten Wasseruhren kann abgelesen werden, wie viel Wasser jeweils für ein Mal Hände waschen verbraucht wird. So wird deutlich, wie einfache technische Verbesserungen Wasser sparen.

Magnettafel "Gefahren für das Grundwasser"

Fast unser gesamtes Trinkwasser wird aus dem Grundwasser gewonnen. Dieses Grundwasser kann jedoch leicht auf unterschiedliche Weise verschmutzt werden. Die Magnettafel zeigt auf, welche Gefahren dem Grundwasser drohen und wie sie vermieden werden können.

In einem Landschaftsausschnitt sollen verschiedene Gefahren für das Grundwasser (wilde Müllkippen, Siedlung, Verkehr, Industrie und Handwerk, Landwirtschaft, Rohstoffabbau, Unfälle, Abwasserkanäle) durch entsprechende magnetische Elemente wie bei einem Puzzle richtig zugeordnet werden.

Geschichten "Gefahren für das Grundwasser"

Mit Hilfe der kleinen Geschichten "Gefahren für das Grundwasser" können die Schüler ein Quiz zum Thema "Gefährdungen des Grundwassers" lösen.

Diese sieben Geschichten behandeln jeweils eine Gefahr für das Grundwasser. Sie liegen auf laminierten DIN A4-Blättern vor. Vorstellbar ist beispielsweise, dass jeweils zwei Schüler eine Geschichte übernehmen und sie der übrigen Gruppe vorstellen. Danach bleiben die Blätter (zum Nachlesen) liegen und die Schüler versuchen, das Quiz zu beantworten. Oder die Antworten werden in Kleingruppen selbstständig erarbeitet und anschließend die Ergebnisse gemeinsam besprochen.

Ökologischer Landbau - Wie arbeitet ein Bio-Bauer?

Die Nachfrage nach Bio-Produkten ist in den letzten Jahren ind Deutschland stark angestiegen. Dies bietet auch neue Chancen, die Grundwasservorräte für die öffentliche Trinkwasserversorgung nachhaltig zu schützen, da der Ökologische Landbau den Anforderungen einer grundwasserverträglichen und nachhaltigen Landbewirtschaftung am nächsten kommt.

Dier Ökologische Landbau schützt aber nicht nur das Grundwasser, sondern erhöht zudem die Artenvielfalt der Natur. Um dieses mit Ihren Schülern direkt vor Ort zu erleben, bietet sich die Gelegenheit, in der Projektwoche Wasser einen Öko-Landwirt zu besuchen.

Besuche beim Betrieb von Herrn Josef Kolb in Oberelsbach-Ginolfs (ca. 8 km Entfernung vom Schullandheim) sind für die Schulklassen kostenfrei. Am besten erkundigen Sie sich direkt beim Betrieb nach Terminen für Hof- und Feldführungen. Adressdaten und Anregungen für eine schöne Wanderung erhalten Sie vom Personal des Schullandheims.

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