Hinauf zum Scharstein

Verlauf:

Schullandheim – Wintersbach – Krausenbach – Waldkapelle – Scharstein – Heimbuchenthal – Schullandheim

Länge: 15 km, 5 Stunden

Markierungen:

Roter Ring (Krausenbach – Heimbuchenthal)

Tourenbeschreibung:

Die Wanderung beginnt im Hof vor dem Umweltlabor. Wir überqueren den Bahndamm der ehemaligen Elsavatalbahn und gehen schräg rechts einen Feldweg hoch. Nach einer Spitzkehre treffen wir auf einen Feldweg, der sich auf gleicher Höhe bleibend das Tal entlang zieht. Diesem folgen wir nach links und bleiben darauf, ohne nach rechts zum Wald hinauf abzubiegen, selbst wenn uns Wandermarkierungen dazu verlocken sollten. Unser Weg biegt in das Dammbachtal ein und verwandelt sich in einen Graspfad. Wir sehen die Häuser des Wintersbacher Unterdorfes, unser Weg neigt sich zu einer Brücke hinunter. Wir gehen jedoch 30 m vorher nach rechts ein Pfädchen hoch und überqueren den Dammbach erst bei der nächsten Brücke. Jetzt müssen wir unseren Weg talaufwärts leider auf der schlecht ausgebauten Dorfstraße fortsetzen bis zur Wintersbacher Pfarrkirche, die wir nach 350 m erreichen. Wer Zeit für ein Vaterunser in der Kirche findet, kann dort über dem Altar ein großes Kruzifix aus der ehemaligen Schnitzschule Neuhammer bewundern. Gegenüber der Kirche bringt uns nach der Raiffeisenbank ein Teerweg wieder von der Straße weg über den Bach. Kurz nach der Brücke folgen wir einem nach links talaufwärts abbiegenden, asphaltierten Feldweg, der uns nach Krausenbach bringt.

An der Krausenbacher Straße angekommen wenden wir uns nach links in Richtung Wintersbach, um nach ca. 50 m nach rechts in den Zeilackerweg zu biegen. Dieser Straße folgen wir bis wir am Dorfende die Gaststätte “Zur Ferschenmühle“ erreichen. Hier wenden wir uns dem Waldhang zu, wo wir auf unser Wanderzeichen “Roter Ring“ stoßen. Diesem folgen wir steil den Hang hoch, aber Vorsicht, die Markierung folgt nicht dem bequemer werdenden Forstweg, sondern zweigt nach dem erten Steilanstieg nach links ab, weiter den Hang hoch. Auf dem Gipfel des Berges erwarten uns die Ruhebänke der Waldkapelle. Die letzte Steigung ist geschafft. Bald kommen wir am Scharstein vorbei, einem “hinkelsteinförmigen“ Gedenkstein auf massigem Sockel. Die eingemeißelte Pflugschar ist kaum noch zu erkennen.

Einen von Heimbuchenthal heraufkommenden Schotterweg überqueren wir mit unserem Wanderzeichen. Kurz vor einer bald auftauchenden Jagdhütte begegnet uns vielleicht die “Waschschüssel der Frau Holle“ in Form eines übriggebliebenen Sockels, auf dem möglicherweise einst ein Marterl stand. Unser Wanderweg senkt sich jetzt zunehmend hinunter nach Heimbuchenthal, wo wir an der alten St. Martinskirche die Hauptstraße erreichen. Von hier ist jetzt leicht der Fußweg zu finden, der talabwärts führt bis zum Höllhammer. Wir kommen dabei an einem “Grenzsteingarten“ vorbei, der vor der St. Johanneskirche die Gemarkung Heimbuchenthal in Miniatur zeigt.

Vom Höllhammer aus folgen wir talabwärts dem Wanderzeichen “Rotes Kreuz“ bis zum “Neuhammer“. Von da sind es noch wenige Schritte auf dem aufgelassenen Bahndamm bis zum Schullandheim.

Wissenswertes:

Wintersbach und Krausenbach, heute zusammengeschlossen zur Gemeinde Dammbach, alte Streifengutsdörfer aus dem 13. Jahrhundert, der Bach, welcher der Gemeinde den Namen gab, wurde früher zur Triftflößerei benützt. Zu diesem Zweck ist er im Oberlauf durch heute noch sichtbare Dämme gestaut worden.

Wintersbach und Krausenbach gehörten im Mittelalter (ab 1333) zur Pfarrei Heimbuchenthal. Die Krausenbacher Kirche St. Wendelin gibt es erst seit 1676. Der Weg über den Scharstein nach Heimbuchenthal war der Kirchgang der Krausenbacher von der Taufe bis zum letzten Gang auf der Totenbahre. Der Scharstein steht in Verbindung mit einer Mordtat, die im Sagenbuch “Der Höllenturm“ nachzulesen ist.

Anmerkungen:

Die Scharsteinsage ist mit Kommentar zu finden in “Der Höllenturm“, a. a. O.!