Wo das Wissen vom Wasser nur so sprudelt

02.07.2009 - 12:00:00

Wo das Wissen vom Wasser nur so sprudelt

Bayern 1 macht am Schullandheim Bauersberg Station – Informationsprogramm und Live-Sendung

„Hier ist heute echt was los auf dem Bauersberg“, so begann die fünfte Sendung der Bayern 1-Mainfrankentour, die am Mittwoch im Schullandheim Bauersberg Station machte. „Es sprudelt wieder aus dem Radio“, begrüßten die Moderatoren Eberhard Schellenberger und Stephan Kirchner das Publikum am Bauersberg und vor den Radiogeräten.

Unter dem Motto „Wasser in Mainfranken“ führt die Bayern 1 - Mainfrankentour in diesem Sommer durch alle unterfränkischen Landkreise. Ziel ist es, gemeinsam mit der Aktion „Grundwasserschutz“ der Regierung von Unterfranken die Bedeutung des kostbaren Lebensmittels herauszustellen. Da war das Schullandheim am Bauersberg ein idealer Anlaufpunkt, denn hier wurde im Rahmen der Aktion Grundwasserschutz von der Regierung eine Wasserschule eingerichtet.

Vielen Fragen gingen die BR-Moderatoren auf den Grund: Wo liegt die Schule? Wie sieht das Konzept aus? Gibt es Labor- und Praxisräume? Bereitwillig gaben die Mitarbeiter vom Bauersberg Auskunft. Unter anderem die Leiterin des Studienhauses, Nicole Hofmann, von der das Publikum erfuhr, dass Schwerpunkte die heimische Geografie und die Wasserschule sind.

Schülern, die mit ihren Lehrkräften zum Bauersberg kommen, werde die Bedeutung von Wasser als Grundlage allen Lebens vermittelt, wobei der Grundwasserschutz im Mittelpunkt stehe. Dabei gehe es um Themen wie: Wasser als Lebensmittel, Wasser zur Energieerzeugung, Wasser als Lebensraum für Tiere und als Ort der Erholung für Menschen.

Im Mittelpunkt der Bayern1 Tour stehen Menschen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, Wasser schützen und solche, die es nutzen. Das Hörfunkteam holte sich Gäste auf die BR-Bühne zu Gesprächsrunden. Ab 11 Uhr begann ein Informations- und Unterhaltungsprogramm, zwischen 12 und 13 Uhr folgte die Livesendung. Nach 13 Uhr wurden Führungen angeboten.

Nicole Hofmann und Heimleiter Dieter Köstler berichteten von einen normalen Aufenthalt in der Wasserschule am Bauersberg. Fünf Tagen lang befassen sich die Schüler mit dem flüssigen Element, erhalten grundlegendes Wissen und erfahren hierzu wesentliche Zusammenhänge. Auf Exkursionen, etwa durch das Schwarzbachtal, oder bei einer Besichtigung der Bischofsheimer Kläranlage oder des Wasserwerks, erleben sie den Gegenstand ihrer Forschungen am Ort des Geschehens.

Sie erhalten Einblick in die natürlichen und technischen Prozesse, die das Wasser vom Regentropfen bis zum Abwasser durchläuft. An dieser Stelle berichtete der Bischofsheimer Wasserwart, Frank Gerken, über Besuche in der Kläranlage und versicherte gerne Schulklassen zu Gast zu haben. „Die Kinder sind ganz interessiert und begeistert.“

Interessiert und begeistert sind auch die Schüler aus Schweinfurt und Arnstein, die im Moment zu Gast im Schullandheim am Bauersberg sind. Schon am Vortag wurde ihnen ein Film für die Abendschau gedreht. Da musste auch der Reporter in den Bach und mit der zehnjährigen Hannah und ihren Schulkameraden Kleinsttiere fangen.

Im Labor der Wasserschule wurde mit Nicole Hofmann unter dem Mikroskop eine „Saugnapfschnecke“ angeschaut. Auf der BR-Bühne stellten Eberhard Schellenberger und Stephan Kirchner den Kindern viele Fragen, und diese waren sich einig, dass das Schullandheim am Bauersberg die Note 1 verdiene.

Auch Lehrer Andreas Riedl von der Gartenstadt Grundschule Schweinfurt ist vom Schullandheim begeistert. „Die Ausstattung ist absolut perfekt.“

Regierungspräsident Paul Beinhofer war ebenfalls zu Gast. Eberhard Schellenberger forderte zur Gewissenserforschung auf, doch Beinhofer hatte ein reines Gewissen, seit Jahren habe er nicht mehr in einer Badewanne gelegen, er dusche lieber und spare so viel Wasser. Der heimische Garten sei ganz und gar auf Regenwasser umgestellt worden, damit kostbares Trinkwasser nicht für die Rosen verschwendet wird.

Der Vorsitzende des Schullandheimwerks Unterfranken, Rudolf Gampl, machte deutlich, wie wichtig es sei, dass jedes Schullandheim spezielle Angebote habe, die fachlich begleitet werden. Und dann gab es auch noch buntes aus dem Schulalltag. Heimleiter Dieter Köstler versicherte, dass die Schüler „im großen und ganzen in Ordnung und anständig“ seien. Köchin Marlene Hergenhan ist bei den Schülern besonders beliebt, vor allem wenn es Spaghetti und Hackfleischsoße gibt. Für viele Kinder sei es beim Schullandheimaufenthalt eine neue Erfahrung, wenn sie Tischdecken abräumen und auch abtrocknen müssen. „Aber nach einer Woche können sie es und sie machen es gerne.“

Zum Abschluss ging es um den Wunschbrunnen. Nicole Hofmann erklärte, man müsse Wasser in die hohle Hand nehmen, einen Wunsch hinein flüstern und das Wasser wieder zurück in den Brunnen fließen lassen, dann gehe er in Erfüllung. Eberhard Schellenberger nickte bestätigend. Er hatte sich schönes Wetter gewünscht und der Wunsch war in Erfüllung gegangen, die Sonne strahlte bei 30 Grad vom Himmel.

Quelle:

Zeitungsartikel aus der Mainpost
vom 02.07.2009

Unter dem Motto „Wasser in Mainfranken“ führte die Bayern 1-Mainfrankentour zur Wasserschule am Schullandheim Bauersberg bei Bischofsheim. Die Schüler gaben dem Moderator im Fach „Interview“die Note eins.

Zurück