Walther-Hauptschule Würzburg: 7. Kl.

07.07.2005 - 12:00:00

Erdkundeunterricht mal anders

Durchführung von Tagesprojekten für Schulklassen aus der Region

Das Schullandheim Bauersberg bietet die Möglichkeit an, die Programmbausteine des Studienhauses Geographie in so genannten Tagesprojekten durchzuführen. Gerade Schülerinnen und Schüler aus der Region können für einen Tag das Klassenzimmer mit dem Werk- und Versuchsraum des Studienhauses tauschen, um hier handlungsorientiert, in Arbeitsgruppen ohne den Zeitdruck des 45 Minutentaktes wie im Klassenzimmerunterricht ein Thema zu erarbeiten.

Beispiel: Naturkatastrophen – Vulkanismus

Im Rahmen des GSE-Unterrichts führte eine 7. Klasse der Walther-Hauptschule aus Würzburg am Donnerstag, den 07. Juli 2005 ein Tagesprojekt zum Thema Vulkanismus im Studienhaus durch.

Im Klassenzimmer ist vorher der Vulkanismus in seiner aktiven Form am Beispiel der Vulkane Italiens erarbeitet worden. Eine Form vulkanischer Tätigkeit, die in der Vergangenheit geschah, und ihre Auswirkungen auf die heutige Oberflächenform sollten die Schülerinnen und Schüler am Beispiel der Rhön, die ca. 100 km von ihrem Schulort entfernt liegt, kennen lernen. Zur allgemeinen Vorbereitung führten die Schülerinnen und Schüler eine Internetrecherche durch zu den Themen Entstehung der Rhön, Basalt als vorherrschendes Gestein, Wasserkuppe als höchste Erhebung der Rhön und Naturschönheiten wie der Gangolfsberg. Die Ergebnisse trugen die „Expertenteams“ in Form von kleinen Referaten an den jeweiligen Exkursionsstandorten, die natürlich erkundet wurden, vor.

Im Studienhaus Geographie selbst standen der Vulkanismus und die Gesteine im Mittelpunkt.

  • Im Experimentierraum wurden Vulkanausbrüche mit Hilfe eines Luftballons, einer Luftpumpe und einem Riesensandkasten von den Schülerinnen und Schülern simuliert und die Frage diskutiert: Wer kann beim Ausbruch des Vulkans den schönsten Krater bilden?
  • Die unterschiedlichsten „Vulkangesteine“ wurden mit Hilfe von Gesteinsproben aus den Schülergesteinskästen untersucht: Farbe, Gewicht, Struktur, Oberfläche, Bestandteile etc. wurden analysiert. Eine Lupe hat bei mancher Gesteinsprobe große Dienste geleistet.
  • Mit Hilfe eines Vulkansmodells aus Styropor konnten die Schüler noch einmal nachvollziehen, wo, wie und zu welchem Zeitpunkt die verschiedenen Vulkangesteine entstanden sind.
  • Die in der Rhön vorkommenden Gesteine Buntsandstein, Muschelkalk und Basalt untersuchten die Schülerinnen und Schüler anschließend:
    Die Härte wurde mittels Amboss und Hammer, natürlich nur mit Schutzbrille getestet und verglichen.
    Ein Beträufeln der Gesteinsbrocken mit verdünnter Salzsäure zeigte, dass der Basalt widerstandsfähig ist.
    Beim Erhitzen mittels eines Schweißbrenners schmolz der Basalt, versetzte sich quasi in seinen ursprünglichen Zustand und erkaltete danach zu einem schwarzen glasartigen Überzug.

Fazit der Schüler und der Lehrerin:
ES WAR EIN INTERESSANTER UND SCHÖNER SCHULTAG DER ETWAS ANDEREN ART.

Allgemeine Information:

Wenn Sie ein solches Tagesprojekt durchführen möchten, so wenden Sie sich bitte an den Heimleiter, Herrn Dieter Köstler, zwecks Terminvereinbarung und Organisation des Tages.

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