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17.08.2009 - 12:00:00
Sommerlager des Stadtjugendrings Schweinfurt im Schullandheim Bauersberg
Prominenten Besuch hatten die Schweinfurter Kinder, die am Sommerlager des Stadtjugendrings im Schullandheim Bauersberg teilnahmen. Stadträte und sogar eine Europa-Abgeordnete kamen vorbei, brachten Eis mit und wollten wissen, wie sie eine bessere Politik für die Kinder machen können.
Zur Schweinfurter Delegation zählten: Ulrike Schneider (Stadträtin Schweinfurter Liste), Kathi Petersen (SPD), Oliver Schulte (CSU), Roland Schwab (Die Grünen) und Kerstin Westphal (SPD-Europaabgeordnete). Die Vorsitzende des Stadtjugendrings Schweinfurt, Marlies Denecke, wies darauf hin, dass die Stadt Schweinfurt mit ihren Zuschüssen Kindern einen Urlaub ermögliche, deren Eltern diesen nicht finanzieren könnten. Die Freizeit biete noch weitere Vorteile. Kinder unterschiedlicher Schulrichtungen und gesellschaftlicher Schichten kommen in den Ferien zusammen, lernen sich kennen und erleben Gemeinschaft. Es werde miteinander gegessen, aufgeräumt und die Freizeit verbracht und das alles unter pädagogischer Anleitung.
Der Stadtjugendring macht sich in diesem Jahr für das politische Jugendwahlprojekt „U18“ stark. Ihr Ziel sei es, junge Menschen dabei zu unterstützen, Politik zu verstehen, Unterschiede in den Partei- und Wahlprogrammen zu erkennen und Versprechen von Politikern zu hinterfragen. Im Vordergrund steht dabei, dass Kinder und Jugendliche ihre eigenen Interessen erkennen und formulieren lernen, selbst Antworten auf politische Fragen finden und aktiv ihre eigene Lebenswelt mitgestalten.
Am Bauersberg wurde schon einmal politisches Handeln geübt. Die Kinder trugen den Politikern ihre Wünsche und Anliegen vor. Da ging es um ganz globale Dinge wie Weltfrieden, Tierschutz, und Umweltschutz, aber auch um konkrete Anliegen, was in Schweinfurt alles verbessert werden könnte. Die Kinder wünschen sich mehr Spielgeräte in der Innenstadt für alle Altersstufen. „Oft gibt es nur für ganz kleine Kinder Schaukeltiere“, sagte ein Mädchen. Sauberkeit auf den Spielplätzen und in den Parks war ein Thema, ebenso wie zu starker Pkw-Verkehr in der Stadt. Spielgeräte auf den Pausenhöfen wünschen sich die Kinder und weniger Nachmittagsunterricht.
Auch für den Bauersberg hatten die Kinder Anregungen parat. So wünschten sie sich eine Sport- und Mehrzweckhalle, neue Feldbetten und Strom im Zelt.
Günther Ullrich, Leiter des Zeltlagers, freute sich über das Engagement der Kinder, sich für ihre eigenen Belange einzusetzen. In diesem Jahr drehte sich das Programm auch um das Thema Elemente. Das erste Zeltlager des Stadtjugendrings Schweinfurt am Bauersberg fand am 19. Juli 1951 statt, damals noch getrennte Durchgänge für Jungen und Mädchen. Im Jahr 1980 gab es den ersten gemischten Durchgang. Lange Jahre waren die Kinder immer für zwei Wochen am Bauersberg, doch seit einigen Jahren wurde auf eine Woche reduziert, dafür werden zwei Freizeiten angeboten, sodass insgesamt mehr Kinder in den Genuss der Sommerfreizeit am Bauersberg kommen können.
Quelle:
Zeitungsartikel aus der Mainpost
vom 17.08.2009
Der Stadtjugendring Schweinfurt organisierte eine Sommerfreizeit im Schullandheim am Bischofsheimer Bauersberg. Am „Promi-Tag“ kamen Schweinfurter Politiker in die Rhön, ihnen trugen die Kinder ihre Wünsche und Anliegen vor.