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27.04.2009 - 12:00:00
Über diesen dreitägigen Aufenthalt erstellten wir Schüler folgenden Bericht:
Gegen 09.00 Uhr erreichten wir mit dem Bus die Jugendherberge am Bauersberg.
In Hausschuhen wurden Herr und Frau von der Tann, unsere Lehrerin und ihr uns ebenfalls begleitender Ehemann durch den Leiter dieses Hauses begrüßt und in die Hausordnung eingewiesen.
„Einchecken“ bedeutete dann, Zimmer beziehen und Betten machen, Einteilung der Speisesaaldienste.
Am Nachmittag fuhren wir zur Wasserkuppe.
Während eines Rundganges erklärten uns unsere Lehrer die Geschichte der Nutzung der Wasserkuppe, des Groenhoff-Hauses, welchen Zweck die Radomkuppeln hatten.
Entspannung gab es auf der Sommerrodelbahn.
Vorbei an der Fuldaquelle ging es dann über die „Alte Reichsstraße“ .Am Roten Moor - kurze Geschichte des Torfabbaus - weiter zum Parkplatz „Moorhaus“- , dort wartete endlich der Bus. Am Abend bereiteten wir uns im Trockenkurs auf das Thema „Boden – unsere Lebensgrundlage“ vor.
Trotz des um 10.00 Uhr verlöschenden Lichtes, war es eine „kurze Nacht“.
Frau Nicole Hofmann, Diplom-Geographin am Bauersberg leitete am nächsten Tag die Experimente zum Thema „Boden“, die den Vormittag sehr interessant und praxisnah werden ließen. In Arbeitgruppen forschten wir und stellten unser Ergebnisse vor. Eine besondere Herausforderung war der Gebrauch von Schlegel und Bohrstock.
Nach der Mittagspause erreichten wir gestärkt, aber vom Wetter wenig verwöhnt, bei Dauerregen, Nebel und Temperaturen um 5 Grad Celsius, die „Sennhütte“. Nach einer kleinen Wanderung standen wir an der ehemaligen Zonengrenze. Nebel. Regen und tiefe Temperaturen ließen die Schilderungen von Herrn von der Tann noch bedrückender wirken, versuchten wir uns das Leben innerhalb dieses Zaunes, in der „DDR“, vorzustellen.
Zur Erwärmung ging es zügig zum „Dreiländereck“. Leider war die Bratwurstbude geschlossen!
Wir liefen weiter ins `“Schwarze Moor“, eine Runde über die Planken des Rundweges, und die Besteigung des Aussichtsturmes rundeten diesen Nachmittag ab.
Am Abend besuchte uns unser Rektor, Herr Strzoda. Wir hatten während des Nachmittages Arbeitsaufträge zum Schwarzen Moor, zur Geschichte des RAD–Lagers und zum „Biosphärenreservat Rhön“ zu erledigen. Diese Ergebnisse trugen wir vor. Herr Strozda hatte hierzu viele interessante Ergänzungen.
Ein Besuch am Bauersberg, ohne den Kreuzberg bestiegen zu haben, fand für uns Gott sei Dank nicht statt. Den Gipfel schon in Sichtweite hieß das Thema des Vormittags: “Lebensgemeinschaft Wald“.
Im Revier von Herrn von der Tann versuchten wir in Arbeitsgruppen den Geheimnissen der Vegetation in den einzelnen Stockwerken auf die Spur zu kommen. Auch Vogelstimmen und allerlei Tierspuren versuchten wir zu identifizieren.
Während unserer Vorträge half uns Herr von der Tann hin und wieder bei der Suche nach der richtigen Bezeichnung für diese Pflanze, jenen Baum oder jenes Tier. Erklärungen zum Waldbau, Zweck der Reviereinrichtungen und Verbissschäden mit entsprechenden Beispielen rundeten den Vormittag ab.
Hinauf ging es zum Kreuzberg mit einer kräftigen Brotzeit und der Gelegenheit zum Aufwärmen.
Nebel ließ einen detaillierten Rundum-Blick nicht zu.
Am „Heiligen Kilian“ wurde die Christianisierung der Rhön repetiert.
Auch heute folgte eine Nachbereitung des Tages: Pflanzenbestimmung, Wildtiere, Krankheiten die von oder über Tiere übertragen werden können. Auch die, wegen schlechter Sicht ausgefallene Einweisung in den Gebrauch von Karte und Kompass wurde erörtert.
Am nächsten Vormittag, auf dem Nachhauseweg, machten wir einen kurzen Zwischenstopp in Bischofsheim – „Schön, mal wieder in einem größeren Ort zu sein!“ Leider mussten wir von der Rhön nun Abschied nehmen, hier hat es uns doch so gut gefallen, wir fühlten uns so wohl!
Vor einigen Wochen wurde der Bau „Des grünen Klassenzimmers“ für die Rhön als die epochale Errungenschaft gepriesen.
Auf der Fahrt nach Münnerstadt haben wir auch darüber gesprochen.
Wenn drei Tage in der Rhön so abwechslungsreich gestaltet und so interessant sind wie bei unserem tollen Schullandheimaufenthalt, wie oder was will man da noch besser machen? Verstanden haben wir das nicht.
Aber wir gehen ja erst in die 8. Klasse, in der 9. Klasse verstehen wir dies bestimmt.