Bauersberg gehört zum Grünen Klassenzimmer

11.06.2009 - 12:00:00

Bauersberg gehört zum Grünen Klassenzimmer

Bischofsheimer Stadtrat informiert sich vor Ort über das Schullandheim Bauersberg

Auch wenn Bürgermeister Udo Baumann keinen Zusammenhang zwischen der jüngst entbrannten Diskussion über eine mögliche Gefährdung des Schullandheim-Standorts Bauersberg durch das geplante „Grüne Klassenzimmer“ in Oberelsbach hergestellt sehen wollte, war es doch kein Zufall, dass der Stadtrat sich jetzt über die Einrichtung informierte. Die Stadträte sollten sich am Bauersberg vor Ort ein Bild vom Schullandheim und seiner Bedeutung machen.

Er wolle ein Zeichen setzen, wie wichtig das Schullandheim Bauersberg ist, begründete Baumann zur Begrüßung, warum seines Wissens nach erstmals eine Sitzung des Bischofsheimer Ratsgremiums außerhalb des Rentamts oder des Rathauses abgehalten werde. Die Ratsmitglieder sollten sich vor Ort informieren lassen und sich selbst ein Bild von der Einrichtung machen.

Dafür sorgten neben den Mitarbeitern Dieter Köstler und Nicole Hofmann auch der Vorsitzenden des Schullandheimwerks Unterfranken Rudolf Gampl. Der stellte vor einem Rundgang durch das Gelände und die Gebäude kurz die Geschichte der Einrichtung vor, an der heute acht Mitarbeiter beschäftigt sind.

Das heutige Hauptgebäude entstand in den 30er Jahren als Verwaltungsgebäude des Reicharbeitsdienstes und wird seit 1951 für Schullandheim- und Jugendaufenthalte genutzt. 1985 ist neben dem bisherigen Sanitärgebäude für den Zeltplatz ein neues Übernachtungsgebäude entstanden, im selben Jahr wurde auch das Studienhaus Geografie und Geologie eingerichtet, im vergangenen Herbst wurde die Wasserschule Unterfranken im Schullandheim eröffnet. Hier werden Schulklassen vielfältige und umfangreiche Unterrichtskonzepte zu den Themen Geologie, Geografie und Wasser angeboten und die jeweiligen Lehrer von den pädagogischen Fachkräften unterstützt. Auch Lehrer bilden sich am Bauersberg fort, und in Kooperation mit der Universität Würzburg besuchen auch Studenten das Schullandheim.

Im vergangenen Jahr wurden 11 000 Übernachtungen und rund 95 Schulklassen registriert, die den Bauersberg besuchten. Etwa 95 Prozent der Besucher kämen aus einem Bereich von etwa 50 Kilometer Entfernung.

Wie Rudolf Gampl weiter angab, erwirtschaftet das Schullandheim pro Jahr einen Umsatz von 250 000 Euro, wozu noch Investitionen von 50 000 Euro und Ausgaben der Schüler von ebenfalls 50 000 Euro kommen.

Das Schullandheim wird seit 1995 vom Schullandheimwerk Unterfranken betrieben, Besitzer und damit Baulastträger ist die Stadt Schweinfurt.

Beim Rundgang gab es von Seiten einiger Stadträte viel Lob für den sehr gepflegten Eindruck, den die Gebäude und die Außenanlagen machten, ebenso wurde auch registriert, dass die Einrichtung wohl nicht überall modernsten Ansprüchen genügt. Auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte Rudolf Gampl, dass die Stadt Schweinfurt eine Generalsanierung und den gewünschten Bau einer Sporthalle nicht als ihre, sondern als Aufgabe des Freistaats betrachtet.

Entsprechend bezeichnete es auch Bürgermeister als Ziel, diesbezüglich auf die Staatsregierung einzuwirken, um den Standort des Schullandheims gerade im Hinblich auf das Grüne Klassenzimmer für die Zukunft zu sichern. Denn, wie Baumann feststellte, „das Schullandheim Bauersberg gehört zum Grünen Klassenzimmer".

Quelle:

Zeitungsartikel aus der Mainpost
vom 11.06.2009

Der Vorsitzende Schullandheimwerks Unterfranken, Rudolf Gampl (zweiter von rechts), stellte dem Bischofsheimer Stadtrat mit Bürgermeister Udo Baumann (rechts) das Schullandheim Bauersberg vor.

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