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23.06.2008 - 12:00:00
Planspiel „Gründermanie“ im Schullandheim am Bauersberg
(me) Schüler der Klasse M7 der Albert-Schweitzer-Schule Schweinfurt bauten in Zusammenarbeit mit Studenten der Universität Würzburg im Schullandheim am Bauersberg das Planspiel „Gründermanie“. Ihr Ziel war es, an einem Wochenende ihr eigenes Planspiel herzustellen, an dem sich wirtschaftliche Abläufe wie Angebot und Nachfrage, Monopolstellung und Preisbildung eines Marktes veranschaulichen lassen.
Dabei unterstützt wurden sie von 17 Studenten in Begleitung von Dozent Peter Pfriem, Fachvertreter für die Didaktik der Arbeitslehre der Universität Würzburg. Begleitet wurden die Schüler von ihrer Klassenlehrerin Nicole Bahr. In den Werk- und Studienräumen des Schullandheims richteten die Schüler mehrere Arbeitsstätten ein: eine Schreinerei, eine Lackiererei, eine Druckerei und einen Kunstraum. Unter Anleitung der Studenten entwickelten die einzelnen Abteilungen Entwürfe und Pläne für zwei „Arbeitstage“.
Es wurden Spielfiguren und Steckbretter aus Holz ausgesägt, geschliffen und bunt lackiert. Außerdem stellte die Druckerei laminierte Spielanleitungen, Rohstoff- und Fragekarten her, mit denen während des Spiels gehandelt und Rohstoffe erworben werden können.
Die kreativen Köpfe der Klasse M7 widmeten sich der künstlerischen Gestaltung des Spielfelds. Während der Produktion ihres Spiels erfuhren die Schüler, was es heißt, effizient und wirtschaftlich zu arbeiten. Dies funktionierte nur in einem flexiblen und engagierten Team.
Umfragen, die zu Beginn und am Ende der Produktionsphase von Studenten durchgeführt wurden, ergaben, dass die Schüler in Bereichen wie Hilfsbereitschaft, Teamfähigkeit und Verantwortungsbewusstsein vom Projekt profitieren konnten. Diese Fähigkeiten und Eigenschaften werden auf dem modernen Arbeitsmarkt immer mehr gefordert und deshalb im Fach AWT (früher Arbeitslehre) im Zuge der Berufswahlvorbereitung ab Klasse 7 verstärkt geschult.
Bevor die Teilnehmer auseinandergingen wurde das fertige Planspiel zum ersten Mal praktisch eingesetzt. In Gruppen handelten die Schüler mit Rohstoffen, um Dörfer, Städte, Fabriken und Forschungszentren bauen zu können. Das Grundprinzip des Marktes war der Tausch. Schnell wurde klar, dass ein Markt ohne fairen Wettbewerb nicht funktionieren kann.
Spielerisch beschäftigen sich die Schüler mit der Bedeutung von Arbeitskräften, Standortfaktoren, technologischem Fortschritt und dem Erkennen von Marktstrukturen.
Quelle:
Zeitungsartikel aus der Mainpost
vom 23.06.2008
Die Schüler der Klasse M7 der Albert-Schweitzer-Schule in Schweinfurt verbrachten ein Wochenende im Schullandheim Bauersberg, bauten und spielten das Planspiel „Gründermanie“.